Trocken soll er sein, der Wein

Wein trocken
Eindeutig Wein...womöglich sogar trocken!

Welchen Wein trinkst Du am liebsten: trocken, halbtrocken oder gar lieblich? Wenn Deine Antwort trocken ist, dann liegst Du mit Deiner geschmacklichen Vorliebe voll im Trend, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) in dieser Woche bestätigte.

Das DWI hat sich – wie jedes Jahr – die Auswertungen der Qualitätsweinprüfstellen genauer angeschaut und konnte wieder mal ein Fortbestehen des seit einigen Jahren anhaltenden Trends zu trockenen Weinen feststellen: bei 46 Prozent aller 2015 in Deutschland abgefüllten Qualitäts- und Prädikatsweine handelte es sich demnach um solche der trockenen Geschmacksrichtung.

Anteil trockener Weine in den letzten 10 Jahren um 9 Prozent gestiegen

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 2 Prozent, gegenüber 2005 beträgt der Zuwachs gar 9 Prozent. Weitgehend unverändert blieb dagegen der Anteil halbtrockener Weine, der im vergangenen Jahr bei 23 Prozent lag.

Insgesamt durchliefen 2015 rund 132.000 Weine (die einem Volumen von 7,4 Millionen Hektolitern entsprechen) die Qualitätsweinprüfung, so das DWI. Diese Menge bewegt sich ungefähr auf Vorjahresniveau, ebenso die Unterteilung 59 Prozent Weiß-, 30 Prozent Rot- und 11 Prozent Roséwein.

Durchschnittlich wird in Deutschland rund 90 Prozent der jährlichen Weinerzeugung qualitätsgeprüft. Die restlichen 10 Prozent werden bspw. als Landwein vermarktet oder für die Sektherstellung verwendet.

In Deutschland müssen alle Qualitäts- und Prädikatsweine eine sensorische, analytische und bezeichnungsrechtliche Prüfung durchlaufen, bevor sie, ausgestattet mit einer amtlichen Prüfnummer (AP-Nr.), verkauft werden dürfen.

Bild: Deutsches Weininstitut