Unnützes Weinwissen: Wein Wortherkunft

Wein WortherkunftEin womöglich weinseliges Wochenende ist vergangen, die Gläser sind gespült und stehen wieder ordentlich im Schrank, die Tränen sind getrocknet und die leeren Flaschen ordentlich zum Altglas gestellt (demnächst mal wegbringen…). Und wieder mal hat irgendjemand die ungeliebte Reset-Taste gedrückt: Montag. Also wieder von vorn. Immerhin: den meisten von uns steht eine kurze Woche bevor, also im Grunde genommen ist heute schon Mittwoch. Yeah.

Um den Wochenanfang nicht zu aufregend zu gestalten (es ist ja noch viel zu tun), widmen wir uns heute auch einem knochentrockenen Thema: der Etymologie (Wortherkunft) des Wortes Wein. Langweilig? Ganz genau! Aber schaden kann’s auch nicht.

Wein: Wortherkunft ist nicht ganz klar

Wein, vin, vino, wine… in vielen Sprachen wird schnell deutlich, worum es geht. Kein Wunder, hat das Wort Wein doch einen gemeinsamen Ursprung – der wo liegt? Tja, ganz genau kann man das wohl nicht sagen. Die Wein Wortherkunft wird – analog zu den Ursprüngen des Weinbaus – im Mittelmeerraum sowie im vorderen Asien angesiedelt (einige Quellen benennen Armenien und Georgien als Geburtsstätten des Weinbaus) – das arabische wayn/wajn (das heute nicht mehr gebräuchlich sein soll), das lateinische vinum und das griechische oinos bzw. das mykenische woinos sind entsprechend miteinander verwandt. Georgische Quellen behaupten freilich wegen der oben angesprochenen Ursprungsvermutung, dass auch die Ursprünge des Begriffs im georgischen ghvino liegen – was andere Quellen wiederum nicht so eindeutig formulieren. Bei der Frage “Wer hat’s erfunden?”, recken sich ja bekanntlich immer gleich mehrere Hände. Wo genau sich dieses Verwandtschaftsverhältnis begründet hat…tja, wie gesagt.

Eine weitere Quelle besagt, dass die Etymologie des Wortes Wein in die semitische Sprachfamilie führt, deren Sprachen von Menschen im Nahen Osten und Nordafrika gesprochen werden – arabisch und hebräisch gehören bspw. dazu. Hm. Fest steht wohl, dass der Begriff Wein seit jeher für das gute Getränk verwendet wurde und sich nicht aus dem Pflanzennamen ableitete. Über Handelsbeziehungen breitete sich das Wort dann allmählich aus, von den Germanen über die Kelten bis zu den Slawen u.s.w. – auch in Russland heißt es leicht verständlich vinó. Im deutschen Sprachraum ist der Begriff Wein seit dem 8. Jahrhundert belegt – früher noch mittelhochdeutsch bzw. althochdeutsch wīn.

Begnügen wir uns abschließend mit der profanen Erkenntnis, dass es sich um ein sehr altes Wort handelt, ebenso wie Wein ein sehr altes Kulturgut ist, das vielleicht gar nicht so genau ergründet werden muss.

Wein und Weinen – gibt’s da etwa einen Zusammenhang?

Die Frage, die einigen Weinliebhaber*innen (“Liebhaber” – noch so ein tolles Wort…) die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte, drängt sich in diesem Zusammenhang ja förmlich auf, deswegen wollen wir noch kurz diesen kleinen Schwenk machen – dankenswerterweise lässt sie sich auch leichter beantworten: Nein, kein Zusammenhang. Das traurige, bittere oder gar jämmerliche Weinen kommt wohl – je nach Quelle – aus dem Althochdeutschen gronan, aus dem später das vielleicht noch bekannte greinen wurde, das klagen, jammern bedeutet bzw. dem Althochdeutschen weinōn (Weh rufen) – ein Wort also, dessen Bedeutungsgehalt dem des Weines ziemlich entgegengesetzt ist.

 

Quellen: wikipedia.de, heinrich-tischner.de, wissen.de, georgia-insight.eu

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