Cabernet Mitos

Cabernet Mitos

Cabernet Mitos

Cabernet Mitos ist eine rote Rebsorte und zwar eine recht junge: 1970 hat sie an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg das Licht der Welt erblickt, wo sie von einem Dr. Schleip aus den beiden Rebsorten Lemberger bzw. Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon gekreuzt worden sein soll – was mittlerweile eine DNA-Analyse widerlegt haben soll. Demnach stammt der Cabernet Mitos von den beiden Rebsorten Lemberger/Blaufränkisch und Teinturier du Cher ab. Wie auch immer...

Nachdem für den Cabernet Sauvignon im Jahr 2001 der Sortenschutz genehmigt worden war, ist die Rebfläche beständig gestiegen bis auf 321 Hektar im Jahr 2009, um aktuell wieder runterzugehen auf 315 Hektar (Stand 2014) – damit bewegt sich der Cabernet Mitos auf einem ähnlichen Niveau in Deutschland wie der bekannte Cabernet Sauvignon (2014: 359 ha). Auch in der Schweiz ist eine relevante Anbaufläche zu finden.

Cabernet Mitos: ideal für kühlere Weinbaugebiete

So, nach den Formalia jetzt zu den relevanten Informationen: Cabernet Mitos gehört zu den spät reifenden Rebsorten und soll recht hohe Ansprüche an den Boden und die Lage stellen. Wenn das aber gegeben ist, soll sich der Cabernet Mitos im Weinberg nicht zuletzt wegen seiner vergleichsweise geringen Frostempfindlichkeit sowie der selbstbefruchtenden, zwittrigen Blüten recht pflegeleicht zeigen und gute Erträge liefern.

Die Rebsorte Cabernet Mitos zählt wegen ihres tiefroten Fruchtfleisches (die meisten roten Rebsorten haben ein helles Fruchtfleisch) zu den sog. Färbertrauben. Den meisten Färbertrauben wird keine eigenständige Existenz als Wein zugestanden, vielmehr müssen sie als Deckweine, also als farbintensivierende Beigabe zu Rotwein-Cuvées (Verschnitte verschiedener Rebsorten) herhalten. Dem Cabernet Mitos ist allerdings der Aufstieg zur eigenständigen Rebsorte gelungen: Immer häufiger bauen Weingüter diesen tiefdunklen Wein auf fruchtig-gehaltvolle Weise aus. Geschmacklich zeigt sich ein Cabernet Mitos typischerweise tanninbetont und mit deutlichen Aromen von Schwarzen Johannisbeeren und dunklen Waldbeeren. Er eignet sich gut zum Ausbau im Barrique, was auch gerne gemacht wird und im besten Falle einen herrlichen, fruchtig-schweren Rotwein mit feinen bis deutlichen Röstaromen liefert. Ein Cabernet Mitos sollte nicht zu jung getrunken werden, da er Zeit braucht, sich zu entwickeln.

Quellen: wikipedia.de, pfalz.de, destatis.de, dlr.rlp.de

Bildnachweis: Dankwart Delor/GFDL, Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cabernet_Mitos.jpg

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