“Grüne Weinbox” für Biowein

Startup entwickelt neuartiges Verpackungssystem für den ganzheitlich nachhaltigen Weingenuss

Im Internet sind wir auf eine interessante neue Initiative gestolpert: Das Berliner Startup Grüne Weinbox GmbH hat ein gleichnamiges Produkt entwickelt, das mit einer ganzheitlich nachhaltigen Lösung auf die steigende Nachfrage nach Bioweinen reagieren will. Grüne Weinbox also. Dabei befindet sich der Biowein in einem, zumindest vergleichsweise umweltfreundlichen PE-Beutel, der zum Schutz und zum besseren Handling in einer Box aus Wellpappe untergebracht ist. Bag-in-Box nennt sich diese Verpackungsart und ist freilich nicht neu, auch in ihrer umweltfreundlichen Wellpappenvariante nicht. Wer im Bioladen bspw. nach einer größeren Portion Apfelsaft sucht, wird solche Boxen finden.

Ist die “grüne” Bag-in-Box wirklich umweltfreundlicher als die Glasflasche? Die jungen Unternehmer sagen ja und verweisen dabei auf eine schwedische Studie, nach der bei der Herstellung dieser alternativen Verpackung um bis zu 73 Prozent weniger Energie sowie 78 Prozent weniger Wasser aufgewendet werden muss als bei einer Glasflasche. Zudem soll sich die CO2-Belastung beim Transport um bis zu 82 Prozent reduzieren. Und auch für den persönlichen Energiehaushalt ergeben sich positive Effekte: Die Grüne Weinbox ist nur halb so schwer wie die entsprechende Menge Flaschenwein – besonders wichtig, wenn man unterwegs ist und noch ausreichend Kräfte benötigt, um sich voll und ganz dem Wein und den dadurch befeuerten Konversationen zu widmen.

Eine schöne Idee, wie wir finden. Und: Die findigen Berliner haben nicht nur die “Grüne Weinbox” entworfen, wie Ihr sicher schon geahnt habt, sie wollen auch gleich den passenden Inhalt – veganen Biowein – mitliefern. Praktisch, dann müssen wir den Wein nicht zuhause in die Box umfüllen…kleiner Scherz. Dafür hat das Unternehmen eine Kooperation mit derzeit drei Bio-Winzer*innen gestartet – Ecovin-Weingüter aus den Weinbaugebieten Rheinhessen und Nahe -, deren Weine bald exklusiv in der Grünen Weinbox erhältlich sein sollen. Darunter ist auch die Bio-Winzerin Susanne Schick, mit der wir kürzlich das Vergnügen hatten.

Hier erklären die Grüne Weinbox-Gründer ihr Konzept:

Um diese Idee zu realisieren, wurde per Crowdfunding schon das nötige Geld gesammelt, damit es nach Unternehmensangaben im Juni mit dem Verkauf los gehen kann. Wir bleiben dran und versuchen, die Greenboxers mal persönlich vor’s Mikro zu bekommen.

Mitgedacht: Damit Ihr nicht hilflos vor dem Pappkarton steht, gibt’s auch ne Anleitung zum “Entkorken”:

Was haltet Ihr davon? Ist das ein Konzept, das Euch anspricht? Wir freuen uns über Kommentare…

Quelle: startnext.com, gruene-weinbox.de