Das Weinzitat der Woche: Theodor Storm

"Der Nebel steigt, es fällt das Laub;

Schenk ein den Wein, den holden!

Wir wollen uns den grauen Tag

Vergolden, ja vergolden!"

Theodor Storm Wein

Theodor Storm - offensichtlich auch ein Weinliebhaber (gewesen)

Ein klassisches Weinzitat, muss auch mal sein. Es stammt aus der Feder von Theodor Storm (1817 - 1888) - viele hatten sicher das letzte Mal in der Schule das Vergnügen mit Storm (genau, der Deichgraf auf seinem Schimmel...).

Dieses Weinzitat ist der Refrain des sog. Oktoberliedes - passt ja gerade wie Korken auf Flasche und früher war es ganz offensichtlich auch nicht anders als heute. Also, zumindest was den Oktober anbelangt.

Und wenn Ihr jetzt gerne wissen wollt, wie das Liedchen weiter geht - here it is:

Theodor Storm: Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Bild: Gemeinfrei