7 Drinks die Woche für ein gesundes Herz?

Alkohol Herz

Ist ein wenig Alkohol doch gut für's Herz?

Das sind doch mal gute Nachrichten: Forscher*innen der Harvard Medical School wollen herausgefunden haben, dass moderater Alkoholkonsum in jungen bis mittleren Erwachsenenjahren sich positiv auf die Herzfunktion auswirken kann. Konkret soll ein Alkoholkonsum von bis zu 7 Drinks die Woche das Risiko verringern, in späteren Jahren an einer Herzinsuffizienz zu erkranken und womöglich an Herzversagen zu sterben. Die in Trinkgewohnheiten unterteilte Untersuchungsgruppe bestand aus 14.629 U.S.-Bürger*innen im Alter zwischen 45 und 64, die im rund 24 Jahre begleitet wurden. Der entsprechende Artikel wurde vergangene Woche im European Heart Journal veröffentlicht und kann auch hier online eingesehen werden.

Die Gruppe, die bis zu 7 Drinks die Woche konsumierte,
zeigte das geringste Risiko, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken,
die Gruppe ehemaliger Trinker*innen zeigte das höchste Risiko.

A drink a day keeps the doctor away…

Gut, zugegeben: Eingeleitet wird der Artikel damit, dass Alkohol bekanntermaßen toxisch auf das Herz wirke, für Arterienverkalkung und bei reichlichem Konsum für einen grausamen Tod verantwortlich sein kann. Das Interessante an dieser Studie: Die Teilnehmenden mit einem höheren Alkoholkonsum zeigten im Vergleich zu absoluten Abstinenzler*innen kein erhöhtes Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln – dafür starben sie überdurchschnittlich oft an allen möglichen anderen Krankheiten. Auch nicht schön.

Auch wenn nach Angaben der Wissenschaftler*innen der Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und dem Risiko, an Herzinsuffizienz zu erkranken, nach wie vor kontrovers diskutiert wird (einige Studien kommen wohl zu anderen Ergebnissen) und sicherlich nicht alle relevanten Faktoren abgebildet werden konnten (wie z.B. verschiedenste Aspekte der Lebensführung, Ernährung etc.), kann dies doch als weiterer vorsichtiger Beleg dafür gewertet werden, dass insbesondere ein Glas Wein am Abend nicht schaden kann.

Aber hätten diese schlauen Menschen doch einfach uns mal gefragt, denn: Bei genauerer Betrachtung steckt die neue Erkenntnis ja bereits im Namen: Insuffizienz...

Quelle: eurheartj.oxfordjournals.org via beveragedaily.com

Bildnachweis: CC0 Public Domain, Quelle: pixabay.com

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