Weich, harmonisch, cremig: Die Musik macht den Wein

Wein Musik

Veredelt Musik den Wein? Der Pfälzer Winzer Christian Butz meint ja...

Man muss sich heute schon etwas einfallen lassen, um aus der Masse herauszustechen. Das gilt freilich auch für den Weinbau und so gibt es zahlreiche interessante bis lustige Ideen, mit denen Weingüter auf sich bzw. ihre Weine aufmerksam machen. Bzw. die den Wein besser machen (sollen). 

Der Winzer Christian Butz aus der Pfalz hat sich auch etwas ausgedacht: die Weinbeschallung. Seine Weine werden während des Ausbaus über viele Wochen mit klassischer Musik beschallt - durch "harmonisierende Musik" sollen die Weine "veredelt" werden, heißt es auf der Webseite des Weinguts Butz. Konkret sollen die Weine cremiger und harmonischer werden. Den Leuten scheint's zu gefallen, mit dem "8b sound inside"-Konzept der Weinbeschallung fährt das Weingut offensichtlich erfolgreich. 

Tatsächlich macht das etwas neugierig und ein Blick auf die Website zeigt auch, dass die sound inside-Weine gar nicht so teuer sind...vielleicht probieren wir das beizeiten mal und berichten.

Dieses Video stellt den Winzer und seine musikalischen Weine vor:

 

Tatsächlich ist Christian Butz nicht der einzige Winzer, der Musik und Wein zusammenführt. In einem früheren Artikel haben wir schon mal über die vielfältigen Zusammenhänge und teilweise erheiternden Forschungsarbeiten zu Musik und Wein geschrieben - hier geht's lang

 

3 Kommentare

  • EC sagt:

    Erst vor einigen Tagen habe ich in einem Bericht im Radio (Bayern 2) von einem wissenschaftlichen Experiment gehört, bei dem herausgefunden werden sollte, ob gutes Zureden oder Musik die Pflanzenentwicklung irgendwie beeinflußt. Demzufolge wurde auch ausprobiert, ob das Anschreien der Pflanzen einen negativen Effekt hat und ob klassische Musik und Heavy Metal ggf. einen Unterschied bewirken. Das Ergebnis war, daß alle Audioeinwirkungen völlig wirkungslos waren. Bei intensiver Metal-Beschallung wuchsen die Pflanzen geringfügig schneller, das hat man aber darauf zurückgeführt, daß durch den hohen Schalldruck die Lufttemperatur um die Pflanzen in der Versuchsanordnung etwas höher anstieg als bei den anderen Versuchen.
    Kurzum: Humbug! Wer aber dran glauben will, soll dran glauben. Bereitwillige Opfer für sowas gibt es ja zuhauf…

  • sb sagt:

    Witzig: In einem anderen Kommentar hat eine Person von irgendeiner Studie berichtet, in deren Rahmen Rebstöcke mit klassischer Musik und mit Heavy Metal beschallt worden sein sollen – im ersten Fall sollen die Reben prächtig gediehen sein, im zweiten Fall fast eingegangen… ich kann’s mir ja auch nicht so recht vorstellen, dass dies so extrem ausgefallen sein soll – auch wenn ich grundsätzlich einen Einfluss von Musik, wie der dann auch immer aussieht, für vorstellbar halte.

    • EC sagt:

      Man muß bei sowas immer genaue Kenntnis der Versuchsanordnung haben und dabei muß systematisch ermittelt worden sein, was sonst noch Einfluß auf das Ergebnis haben könnte. Bei den allermeisten Studien (also generell, nicht explizit auf dieses Thema bezogen) wird hier grob unsauber gearbeitet. Nach meiner persönlichen Erfahrung sind weltweit vielleicht 5 % aller Studien mit der nötigen Sorgfalt erarbeitet worden, so daß eine wirklich schlüssige Aussage als Ergebnis vorliegen kann.
      Und gerade im esoterisch angehauchten Bereich gibt’s so gnadenlos viel Unsinn. Auch der Ex-Captain hat gerade über so einen Wein berichtet. Der Wein mag sicher gut sein, aber bestimmt nicht, weil er entsprechend beschallt wurde. Das ist jedenfalls meine unmaßgebliche Meinung…

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