Winzersekt-Produktion und -Konsum 2014 in Deutschland

– Erstmals DWI-Auszeichnung für „beste Winzersekte“ –

Winzersekt

Ob der Kellner da wohl Winzersekt bringt?

Das Deutsche Weininstitut hat erstmals die besten Winzersekte der DLG-Bundesweinprämierung ausgezeichnet und nebenbei auch ein paar Facts zur, wie es so schön heißt: Qualitätsschaumwein-Produktion in Deutschland veröffentlicht. Warum das alles? Um das Augenmerk der Verbraucher*innen stärker auf die handwerklich hergestellten Sekte - also den Winzersekt - zu lenken, so das DWI. Denn: In Deutschland wird unglaublich viel Sekt getrunken – 305 Millionen-Liter im vergangenen Jahr, was scheinbar für den ersten Platz im weltweiten Sektkonsum-Ranking ausreicht -, allerdings schütten sich die Leute offensichtlich vornehmlich den günstigen Supermarkt QualitätsSchaumwein hinter die Binde – der 98 Prozent der eben genannten Menge ausmacht.

Was denn nun ein Winzersekt sein soll, mag sich manch eine*r fragen... Kurze Antwort: Zur Herstellung eines Winzersektes dürfen nur die Trauben aus den eigenen Weinbergen verwendet werden. Zudem ist die traditionelle Flaschengärmethode vorgeschrieben, bei der die zweite Gärung in der Flasche stattfindet. Mindestens 9 Monate soll ein Winzersekt in der Flasche im kühlen Keller auf seiner Hefe reifen, manchmal tut er das viel länger. Damit bekommt die Kohlensäure Gelegenheit, sich gut in den Wein zu integrieren, weshalb Winzersekte im Glas in der Regel schön lange perlen...

Winzersekt

2014 wurden etwa 50 Prozent aller qualitätsgeprüften Winzersekte in Deutschland aus der Rebsorte Riesling hergestellt. Ein weiteres Drittel entfiel auf Burgundersekte. Die meisten Sekte - 22.000 Hektoliter -wurden im Weinanbaugebiet Baden qualitätsgeprüft, gefolgt von der Pfalz (16.791 hl) und Württemberg (12.175 hl).

Winzersekt

Winzersekt-Produktion 2014 Deutschland

Achja: Als bester Riesling-Winzersekt des Jahres wurde der Riesling-Sekt trocken des rheinhessischen Weinguts Erbeldinger aus Bechtheim ausgezeichnet. In der Gruppe der Burgundersekte konnte das Weingut Escher aus dem rheinhessischen Gau Bischofsheim auf ihren 2013er Chardonnay Sekt brut stolz sein. Und der 2013er Muskat-Trollinger Rosé Sekt trocken der Wein- und Sektkellerei Stengel aus Weinsberg-Gellmersbach in Württemberg wurde als der beste Rosésekt des Wettbewerbs prämiert. In der Jury saßen übrigens Weinexperten und Medienverteter (also uns hat niemand gefragt...), die aus insgesamt rund 300 eingereichten Winzersekten wählten.

 

Quelle: Deutsches Weininstitut

Bilder: pixabay.com

Tabelle: Deutsches Weininstitut

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