Wem gehören eigentlich Frankreichs Weinberge?

Ein kleines Weingut in Südfrankreich…das wär was. Manche Menschen erfüllen sich diesen Traum, andere tun das aus wirtschaftlichen Motiven. Man hört und liest ja in der letzten Zeit immer wieder, dass v.a. chinesische Investor*innen vornehmlich in Bordeaux Weingüter kaufen – die dort unabhängig von architektonischen Finessen den schönen Namen Chateau (eigentlich: Schloß) tragen. Jetzt ist eine Untersuchung veröffentlicht worden, die zeigt, wer eigentlich wieviele Weinberge im Weinland Frankreich besitzt – womit wir natürlich gerne unsere (noch nicht vorhandene) Rubrik unnützes Weinwissen füttern…

Weinberge Frankreich

Frankreichs Weinbaugebiete

Demnach befinden sich rund 2 Prozent der Weinberge bzw. Rebflächen im Besitz von Menschen ohne französische Staatsangehörigkeit. Die ausländischen Weinguts-Besitzer*innen kommen zu

22 % aus Groß-Britannien (davon viele „Hobby-Winzer*innen“ im Süd-Osten)

21 % aus China (fast nur in Bordeaux, mit abnehmender Tendenz)

17 % aus Belgien

9 % aus der Schweiz

6 % aus den USA

6 % aus Deutschland

6 % aus den Niederlanden.

Tatsächlich sind rund 90 Prozent der ausländischen Investitionen im berühmten Bordeaux sowie im Mittelmeerraum zu finden:

41% Bordeaux (193 Weingüter)

18% Languedoc-Roussillon (84 Weingüter)

13% Provence (62 Weingüter)

11% Vallée du Rhône

7% Sud-Ouest

Neben den großen Anbaugebieten befinden sich auch verzeinzelte, kleinere Weinberge in Frankreich. Wie zum Beispiel in Ambois (Reisebericht von Miniglobetrotter).

Quellen: ouest-france.fr, french.china.org.cn

Bildnachweis: Eric Gaba/CC BY-SA 2.5 , Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau_in_Frankreich#/media/File:French_vineyards_de.svg

 

1 Kommentar

  • bremerseefahrer sagt:

    Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich sagen:
    Kein Wunder, das da soviel Pestizide gespritzt werden, die Meisten sind da ja nicht zu Hause+ kriegen das gar nicht mit, die lassen spritzen!!
    Aber so was würde ich ja nie sagen, aber ein bisschen wird da schon dran sein.

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