Startschuss für den neuen Jahrgang: Federweißer-Weinlese hat begonnen

Weinlese per Hand – Bild: Deutsches Weininstitut

Ein neuer Jahrgang naht: Die Weinlese hat begonnen – zumindest die für den süßen Federweißen. Wie die Zeit vergeht…

Vor wenigen Tagen, am 16. August 2017, wurde in der pfälzischen Weinmetropole Neustadt an der Weinstraße die Weinlese für den Federweißen in Deutschland offiziell eröffnet, wie das Deutsche Weininstitut mitteilte. Aber nicht nur in der Pfalz, auch in anderen Weinanbaugebieten, wie zum Beispiel in Rheinhessen, Württemberg oder im Rheingau wurden die ersten Trauben frühreifer Rebsorten wie etwa Solaris oder Ortega gelesen.

>>>Interessantes über den Federweißen (heißt es eigentlich Federweißen oder Federweißer?) findest Du hier…

Die Haupt-Weinlese von Sorten wie Müller-Thurgau, die für den „richtigen“ Wein bestimmt sind, wird wahrscheinlich Anfang September beginnen. Das ist früher als im letzten Jahr, was in der frühzeitigen Rebblüte begründet ist, die in diesem Jahr schon Anfang Mai einsetzte. In der Regel brauchen die Trauben nach der Blüte rund 100 Tage, um „lesereif“ zu werden. Damit sich die Trauben in den letzten Tagen und Wochen vor der Lese noch optimal entwickeln, sollte es nun möglichst trocken und sonnig bleiben…da heißt es, nicht aus dem Fenster schauen und Daumen drücken.

Schätzungen zufolge liegt die bundesweit zu erwartende Erntemenge 2017 etwa 10 Prozent unter dem langjährigen Durchschnittsertrag von 9 Millionen Hektolitern. Dazu einen Beitrag geleistet haben bspw. die kalten Nächte Ende April, die v.a. in allen westlich gelegenen Anbaugebieten teils zu erheblichen Frostschäden geführt haben. Die Folge sind Ertragseinbußen bei der Weinlese, die jedoch regional und je nach Betrieb durchaus sehr unterschiedlich ausfallen können.

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