So viel Wein wird in Deutschland pro Kopf getrunken

Wein pro Kopf

Bild: DWI

Falls Du Dich schon immer gefragt hast, wie viel Wein in Deutschland pro Kopf getrunken wird – hier ist die Antwort.

Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) betrug der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland 2016 genau 20,6 Liter. Somit ist der Weinkonsum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert (+0,1l). 20 Liter Wein pro Kopf, also vom Säugling bis zum Greis, hört sich recht viel an, ist aber im internationalen Vergleich sehr moderat. In Portugal bspw. wird rund doppelt so viel Wein pro Kopf und Jahr getrunken, im Vatikan noch viel mehr. Saúde! 

Die Wein-Konsum-Bilanz, die vom Deutschen Weinbauverband für das DWI erstellt wurde, umfasst alle Weineinkäufe im Handel und bei den Erzeugern wie auch den Weinkonsum in der Gastronomie. Werden nur die reinen Weineinkäufe der privaten Haushalte im vergangenen Jahr betrachtet, lässt sich für das vergangene Jahr im Vergleich zu 2015 ein leichter Rückgang von 1 Prozent feststellen. Ebenso ging der Wert der eingekauften Weine um 1,6 Prozent zurück.

Am gesamten Weinabsatz halten Erzeuger*innen aus Deutschland einen Anteil von 45 Prozent, der Umsatzanteil beträgt 51 Prozent (+1 Prozent). Auf Platz 2, 3 und 4 stehen Weine aus Italien (16 Prozent), Frankreich (12 Prozent) und Spanien (8 Prozent).

3 Kommentare

  • Markus sagt:

    Ich finde es sehr Schade das die Privaten Haushalte immer weniger für ihren Wein zahlen. Schade ist ja schon fast untertrieben, eigentlich ist es schon eine Schande. Ich habe letztens gelesen, das der Deutsche im Schnitt 2,38 Euro pro Flasche ausgibt. 2,38 Euro!!! Kann das stimmen?
    Da mag vllt. was Trinkbares dabei sein, oder aber auch die ein oder andere Flasche zum Kochen oder zum aufspritzen. Aber Ernsthaft? Der Durchschnittspreis! Da kauft man eine Flasche Lafite (was ich nicht tue) und der Schnitt steigt beachtlich!
    Das führt dazu, dass der Deutsche Durchschnittsweintrinker nicht mehr zwischen guter und schlechter Qualität unterscheiden kann.
    In einem total banalen TV Beitrag kam eine „Blindverkostung“ von Pizza. Die meisten Teilnehmer haben die Tiefkühlpizza als „die“ echte und frische Pizza vom Italienischen Restaurant erkannt.
    Versteht Ihr worauf ich hinaus will?

    • Sascha sagt:

      Mittlerweile sind es ein bisschen mehr als 2,38 €, aber immer noch unglaublich wenig. Wir haben uns auch mal am Zusammenspiel von Preis und Qualität versucht: http://www.tasteslikewine.de/2016/06/06/was-kostet-guter-wein/

      Das Problem betrifft ja nicht nur den Wein, sondern eigentlich alle Lebensmittel und auch sonstige Produkte – mit dem Pizza-Beispiel hast Du es bereits angesprochen, wobei m.E. nicht nur die „Verrohung“ des Geschmacks bedenklich ist, sondern v.a. die Folgen der Monokulturen und der industrialisierten Produktion (zumindest die, wie sie jetzt in weiten Teilen vorherrscht), wie Pestizideinsatz, die Zerstörung natürlicher Grundlagen und der Abbau sozialer Standards bis hin zu Ausbeutung.

      Aber das ist natürlich ein komplexes Thema. Wer nicht viel Geld hat, dem kann ich es nicht verdenken, bei Aldi einzukaufen.

  • Max sagt:

    Naja…
    Es gibt eine große Mengen an Menschen die einfach den billigsten Wein beim Discounter kauft… aber ich glaube (kann ich nicht mit Zahlen belegen) das es genau wie bei Bio, Vegan und Co immer noch eine nicht unerhebliche Menge an Kunden gibt, die für Qualität bereit ist ordentlich Geld auf den Tisch zu legen…

    Schaut euch das Craft Beer Segment an…
    Da gibts Leute die geben Problemlos 5-10€ für eine 0,25 oder 0,33l Flasche Bier aus.
    Mitlererweile hat selbst im Ruhrgebiet jeder 3-4 Edeka und Rewe ein Ecke für diese Kundschaft – d.h. scheinbar ist die Kundengruppe groß genug…

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